PAINT HORSE

 

 

Das Paint Horse

 

 

PAINT- HORSE, sind farbige QUARTER und keine SCHECKEN !

 

Sie sind von mittlerer Größe, kompakt, wendig, kräftig bemuskelt mit mächtiger Hinterhand. Ihr Charakter ist sehr gutmütig. Bei allem Temperament und allem Spurtvermögen sind sie leicht zu reiten, willig und nervenstark.  Kurzum ideale Turnier- und Freizeitpferde für Western-, Spazier- und Wanderreiten.

 


Sehr viele Paint Horses haben eine Quarter Horse Mutter oder einen Quarter Horse Vater, bei nicht wenigen sind sogar beide Eltern Quarter Horses. Einkreuzungen anderer Rassen sind, wie bei den Quarter Horses auch, nicht zulässig. Die einzige Ausnahme stellt das Englische Vollblut dar, weil es an der Enstehung der Rasse "Quarter Horse"  beteiligt war.


Paint Horses können ganzjährig robust im Offenstall gehalten werden. Aufgrund Ihres angenehmen unkomplizierten Wesens sind sie im Allgemeinen problemlos aufzuziehen und einzureiten, oder einzufahren.


Sie sind sehr vielseitig einsetzbar, obwohl sie besonders auf die Eignung für die verschiedenen Westernreitdisziplinen hin gezüchtet wurden und werden.

Die Gebäudemerkmale des Paint Horse sind ein kleiner, keilförmiger Kopf mit wachem Auge, breiter Stirn, kleinen Ohren, kleiner, fester Maulpartie und kräftigen Gamaschen. Der Hals ist ausreichend lang und schlank, mit beweglichen Genick, gut angesetzt und in der Kehle gut ausgeschnitten. Die Schulter ist schräg und wie auch die Brust muskelbepackt, der Widerrist gut ausgeprägt, der kurze Rücken hat eine sehr gute Verbindung zur Hinterhand. Letztere zeichnet sich durch eine schräge, lange Hüfte und  starker Bemuskelung aus. Die Beine sind klar und haben kurze Röhren und eher kleine, feste Hufe. Trotz seiner nur mittleren Größe von etwa 150 - 158 cm trägt das ursprüngliche Paint Horse auch schwergewichtige Erwachsene in jedem Gelände. Größere Exemplare lassen meistens die rassetypische Wendigkeit vermissen.


Das auffällige Merkmal der Paint Horse ist die Scheckenzeichnung. Die American Association unterscheidet zwei Grundmuster, die Tobiano und Overo genannt werden.
Die Tobiano Scheckung wird auch als "Kuhscheckung" bezeichnet. Tobianos haben weisse Beine und bei ihnen verläuft die weisse Zeichnung so, daß sie die Rückenlinie kreuzt. Der Kopf hat meistens nur wenig Weiss. Die Tobiano-Zeichnung vererbt sich allem Anschein nach dominant, das bedeutet, daß dieses Muster andere Zeichnungsmuster überdeckt.


Gescheckte Pferde, die sich nicht eindeutig dem Tobiano-Muster zuordnen lassen, werden durch die APHA entweder, als Overos oder als Toveros eingetragen .
Unter dem Begriff Overo werden mindestens drei unterschiedliche Muster zusammengefasst: Frame-Overo, Sabino und Splashed White.


Beim beliebtesten Overo-Muster, dem Frame-Overo, scheint das Weiss vom Bauch bzw. von der Seite aus zu gehen. Er hat häufig dunkle Beine, meistens viel Weiss im Gesicht und nicht selten blaue Augen. Typischerweise kreuzt beim Overo das Weiss nicht die Rückenlinie. Deshalb wirken die weissen Flecken wie eingerahmt- daher der Name Frame (=Rahmen) Overo. Die Zeichnung wirkt außerdem unruhig und stark zerrissen. Alle Anzeichen sprechen für rezessive bis intermediär (vermischende) Vererbung des Frame-Overo-Musters.


Splashed White-Pferde wirken, als seien sie mit den Beinen, Kopf und manchmal auch mit dem Bauch in weisse Farbe geraten. Sie sind aufgrund der höchstwahrscheinlichen rezessiven (verdeckten) Vererbung sehr selten.


Am häufigsten sind wahrscheinlich Pferde mit Sabino Muster zu finden. Sabinos können einfarbig mit Stichelhaaren an den Flanken, Bauch, Schweifansatz sein- aber auch fast weisse Pferde mit wenigen farbigen Breichen vor allem am Kopf. Meistens sind sie am ganzen Körper stichelhaarig (wirken dadurch heller)
und haben-mindestens am Bauch verschwommene weisse Flecken. Der Erbgang des Sabinos ist wohl intermediär bis dominant.


Übrigens sind viele einfarbige Quarters in Wirklichkeit Sabinos - und niemand braucht sich dann über bunte Fohlen aus solchen Eltern zu wundern.


Gescheckte  Pferde, welche nicht bei der  APHA - American Paint Horse Association  eingetragen sind, dürfen sich nicht Paint Horse nennen, sondern zählen unter  Pintos.


 

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